
Organisches Material aus der inneren Schale der Kokosnuss. Es bietet ein ideales Medium für die Wurzeln, mit hoher Belüftung und Wasserspeicherung.
Kokosfaser ist ein organisches Material, das von der Innenseite der Schale der Kokosnüsse stammt. Aus diesen Früchten werden lange fadenförmige Fasern unterschiedlicher Größe und Dicke gewonnen, die anschließend auf bestimmte Größen geschnitten oder zu einem körnigen Pulver gemahlen werden.
Auf die Frage, wofür Kokosfaser bei Pflanzen dient, antworten wir, dass sie ein ideales Medium für die Verankerung der Wurzeln aller Arten von Pflanzen bietet, einen hohen Grad an Belüftung und eine hohe Wasserspeicherkapazität besitzt.
Was ist Kokosfaser-Substrat?
Es ist ein Kultursubstrat, das ausschließlich Kokosfaser als Substrat verwendet. Damit erhält man ein gut belüftetes Substrat, das das Wachstum von Wurzeln, Stängeln und Blüten fördert. Im Gegensatz zu anderen Substraten verdichtet sich das Kokosfaser-Substrat beim Austrocknen nicht und enthält eine große Menge Lignin, das das Auftreten von für die Pflanzenwurzeln nützlichen Mikroorganismen begünstigt.
Vorteile der Kokosfaser im Anbau
Zu den bemerkenswertesten Vorteilen der Kokosfaser im Anbau gehört ihr mittlerer Säuregrad, der zwischen Werten von 5,5 und 6,2 liegt, was für die meisten Kulturen geeignet ist. Dieses Substrat kann Nährstoffe speichern und allmählich freisetzen. Dank seines Gleichgewichts zwischen Belüftung und Wasserspeicherung beugt es so Problemen durch überschüssige Feuchtigkeit vor.
Unterschiede zwischen Torf und Kokosfaser
Torfe sind mehr oder weniger zersetzte organische Substanzen, die aus Seenböden gewonnen werden. Sie enthalten hohe Anteile an organischer Substanz und speichern mehr Wasser als Kokos, neigen aber gleichzeitig zur Verdichtung, wodurch die Sauerstoffversorgung der Wurzeln abnimmt. Kokosfaser hingegen speichert zwar weniger Wasser, behält aber ihre Porosität und ermöglicht es den Wurzeln, ein gesünderes Medium für ihre Entwicklung zu finden.
Woraus Kokosfaser gewonnen wird
Kokosfaser ist ein Material, das aus der Innenseite der Früchte der Kokospalme Cocos Nucifera gewonnen wird. Nach der Verarbeitung werden daraus drei für den Pflanzenanbau geeignete Faserprodukte hergestellt: Chips, Kokosfaser und Kokosmark. Ihre Gewinnung stellt kein Umweltproblem dar, da nur die Früchte der Kokospalme verwendet werden, die jedes Jahr eine große Menge an Kokosnüssen produzieren kann.
Wie man Kokosfaser bei Pflanzen verwendet
Wir können Kokosfaser als alleiniges Substrat in Hydrokultursystemen verwenden, da sie die Anforderungen an gute Wasserspeicherung, gute Sauerstoffversorgung und geringes Gewicht erfüllt. Sie wird auch als Zuschlag oder Verbesserung anderer Substrate verwendet, um mehr Belüftung und Drainagekapazität zu bieten.


